Ford hat bereits die ersten Bilder des Ford Kuga 2024 veröffentlicht. Es handelt sich nicht um ein komplett neues Modell, dennoch bringt das Update eine Reihe von Änderungen – vom Design über Technik bis hin zu überarbeiteten Hybridantrieben.
Die Absicht hinter der Modellpflege ist eindeutig: Dem Plug-in-Hybrid soll „neuer Schwung“ verliehen werden, nachdem er 2021 und 2022 Europas Verkaufsranglisten anführte. Gleichzeitig verschwindet der Diesel aus dem Programm und die Hybridvarianten rücken damit noch stärker in den Mittelpunkt – die Details dazu folgen weiter unten.
Auch im Innenraum wurde nachgeschärft. Zunächst geht es jedoch um das Exterieur und die optischen Neuerungen.
Ford Kuga 2024 mit frischem Gesicht
Auf den ersten Blick fällt vor allem die neue Front auf: Der Kuga übernimmt dabei das Gesicht seines US-Bruders, des Escape.
Der komplette Vorderwagen wurde neu gezeichnet – inklusive neuer Scheinwerfer und eines deutlich grösseren Kühlergrills. Dort sitzt gut sichtbar das Markenlogo, eine Lösung, die man beispielsweise bereits vom Focus kennt.
Oben im Grill verbindet nun eine horizontale LED-Lichtleiste die beiden Scheinwerfer. Sie ist Teil der Tagfahrlichtsignatur und sorgt insgesamt für einen hochwertigeren Auftritt des Ford Kuga. Am Heck gibt es ebenfalls Veränderungen: neue Stossfänger und eine überarbeitete Innenstruktur der Rückleuchten.
Active ist neu
Beim Ford Kuga 2024 wird die optische Differenzierung zwischen den Ausstattungslinien stärker betont. Zur Auswahl stehen Titanium, ST-Line und ST-Line X – und neu die Variante Active.
Der Kuga Active setzt auf einen robusteren, abenteuerlicheren Look. Neben eigenen Stossfängern gibt es auch mehr Bodenfreiheit: rund 10 mm vorn und 5 mm hinten, um Abstecher auf unbefestigte Wege zu erleichtern. Im Innenraum kommen zudem eine spezifische Gestaltung der Sitzbezüge und eigene Fussmatten hinzu.
Wer stattdessen eine sportlichere Anmutung bevorzugt und weniger Offroad-Optik möchte, findet weiterhin den ST-Line im Angebot. Das Muster im Kühlergrill unterscheidet sich, und auch Stossfänger sowie Felgen erhalten ein neues Design.
Innenraum mit wenigen Neuerungen
Aussen lässt sich der Kuga 2024 relativ leicht vom bisherigen Modell unterscheiden – innen ist das weniger offensichtlich, denn das grundsätzliche Ambiente an Bord bleibt weitgehend erhalten.
Unübersehbar ist allerdings der neue Touchscreen mit 13,2 Zoll Bilddiagonale, der in allen Versionen serienmässig verbaut ist.
Über den Bildschirm wird SYNC 4 bedient, Fords aktuelles Infotainmentsystem mit permanenter Cloud-Anbindung. Dadurch können sowohl die Navigation als auch das Fahrzeug selbst bei Bedarf per Fern-Update aktualisiert werden (OTA bzw. Over-the-Air).
Diese Verbindung ist zugleich die Grundlage dafür, Fahrzeugdaten über eine Smartphone-App abzurufen. Und während der Fahrt funktionieren Apple CarPlay und Android Auto nun ohne Kabel.
Beim Platzangebot bleibt es bei den Stärken des Vorgängers: Der Ford Kuga bietet weiterhin viel Raum und hohe Variabilität – inklusive Längsverstellung der Rücksitze. Dadurch lassen sich die Sitze um etwa 15 cm verschieben, je nachdem ob mehr Beinfreiheit oder bis zu 553 Liter Kofferraumvolumen gewünscht sind.
Plug-in-Hybrid stärker, aber der Diesel verschwindet
Der Ford Kuga war 2021 und 2022 der meistverkaufte Plug-in-Hybrid (PHEV) in Europa – Zahlen für 2023 liegen noch nicht vor, um einen möglichen Hattrick zu bestätigen. Entsprechend überrascht es nicht, dass Ford dem Plug-in-Hybrid beim Kuga 2024 besondere Aufmerksamkeit widmet.
Der Kuga PHEV behält den 2,5-l-Benziner (Atkinson-Zyklus), erhält jedoch einen grösser dimensionierten elektrischen Antriebsmotor sowie ein weiterentwickeltes Power-Split-Automatikgetriebe. In der Summe steigt die Systemleistung auf 243 PS (zuvor 224 PS). Gleichzeitig verbessert sich die Beschleunigung auf 100 km/h deutlich: Der Sprint gelingt nun in 7,3s, also fast zwei Sekunden schneller.
Unverändert bleibt die Gesamtkapazität der Batterie bei 14,4 kWh. Ford gibt an, dass der Kuga im rein elektrischen Betrieb zwischen 60 km und 69 km zurücklegen kann.
Als zweite Hybridoption gibt es den Kuga FHEV (Full Hybrid Electric Vehicle). Er übernimmt dieselben mechanischen Verbesserungen wie der PHEV, allerdings nennt Ford hier keine Leistungssteigerung – die Leistung soll entsprechend bei 190 PS bleiben.
Die Batterie fällt beim FHEV deutlich kleiner aus (1,1 kWh). Es handelt sich um einen selbstladenden Hybrid, der nicht an die Steckdose muss. Zwar kann er den Kuga auch rein elektrisch bewegen, der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Unterstützung des Verbrenners. Weiterhin ist er mit Front- oder Allradantrieb erhältlich.
Für den Kuga FHEV nennt Ford eine maximale Reichweite von 900 km pro Tankfüllung. Zudem soll er im Stadtverkehr bei bis zu 64% aller Fahrten elektrisch unterwegs sein können.
Alternativ zu den Hybridversionen bietet Ford eine Variante an, die ausschliesslich von einem Benzinmotor angetrieben wird: einem 1,5-Liter-EcoBoost mit 150 PS.
Nicht mehr im Angebot ist beim Ford Kuga 2024 ein Dieselmotor – bei Ford als EcoBlue bezeichnet. Damit reiht sich der Kuga in die wachsende Zahl an Modellen dieser Klasse ein, die auf Dieselantriebe verzichten.
Wann kommt er?
Der Ford Kuga 2024 wird weiterhin im Werk der Marke nahe Valencia in Spanien gebaut. Die ersten Fahrzeuge sollen noch im ersten Monat des Jahres 2024 verfügbar sein.
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