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Volkswagen beendet die ID. 4-Produktion in Chattanooga – Verkauf bis 2027

Weißer Volkswagen ID.4 Elektro-SUV in einem Showroom neben einer Ladestation.

Produktionsstopp in den USA

Volkswagen stellt die Fertigung des vollelektrischen Crossover Volkswagen ID. 4 in seinem Werk in Chattanooga (Bundesstaat Tennessee) ein. Die freiwerdenden Kapazitäten und Mittel will der Hersteller stattdessen auf stärker nachgefragte Modelle mit Verbrennungsmotor lenken – insbesondere auf den kommenden Crossover Atlas.

Laut Unternehmensangaben bleibt der Volkswagen ID. 4 in den USA weiterhin erhältlich, bis die derzeitigen Bestände abverkauft sind. Diese Vorräte sollen voraussichtlich ungefähr bis 2027 reichen.

Gründe für das Produktionsende des Volkswagen ID. 4

Das Vorgehen ist Teil einer breiteren Kurskorrektur bei klassischen Autobauern. Viele Hersteller überarbeiten ihre früher kommunizierten Pläne für einen schnellen Umstieg auf Elektroautos: Die reale Nachfrage blieb hinter den Erwartungen zurück, und zudem sind finanzielle Anreize in den USA schwächer geworden. Als Beispiel nennt der Bericht die Streichung der Subvention in Höhe von $7500 in Form der bundesweiten Steuervergünstigung.

Der Volkswagen ID. 4 läuft seit 2020 vom Band und wurde als Elektro-SUV der mittleren Preisklasse mit einem Preis von etwa $45 000 positioniert. Obwohl das Modell anfangs positiv aufgenommen wurde, bremsten Software-Probleme die Verkaufsentwicklung – erst mit dem Update im Jahr 2023 kam mehr Schwung in den Absatz.

Modell bleibt im Verkauf, bis die Bestände aufgebraucht sind

Die Nachfrage nach dem ID. 4 verlief jedoch wechselhaft. 2023 lagen die Verkäufe bei über 37.000 Fahrzeugen, im darauffolgenden Jahr brachen sie um mehr als 50% ein. 2025 zeigte sich eine teilweise Erholung: Der Absatz stieg um ungefähr ein Drittel auf 22.000 Einheiten, blieb damit aber weiterhin unter dem bisherigen Höchststand.

Globale E-Auto-Zahlen und die Entscheidung gegen die US-Produktion

Weltweit ist das Bild weniger volatil: Volkswagen meldete für 2025 Auslieferungen von rund 382.000 rein elektrischen Fahrzeugen – nur geringfügig weniger als im Vorjahr. Dennoch reichte dieses Niveau nicht aus, um die Produktion des ID. 4 in den USA aufrechtzuerhalten.

Was in Chattanooga als Nächstes passiert

Das Werk in Chattanooga wird nicht stillgelegt. Es soll zur Produktionsstätte für die zweite Generation des Volkswagen Atlas werden. Der Produktionsstart ist für den Sommer vorgesehen, die ersten Auslieferungen erwartet Volkswagen im Herbst dieses Jahres.

Nach Aussage des Unternehmens können Beschäftigte, die bislang an der ID. 4-Linie gearbeitet haben, auf andere Bereiche wechseln. Zudem soll ein Teil der Mitarbeitenden ein Angebot für einen vorzeitigen Ruhestand erhalten.

Volkswagen betont, dass der US-Markt weiterhin relevant bleibt, der Schwerpunkt jedoch stärker auf volumenstarke und preislich zugängliche Modelle rückt. Perspektivisch prüft der Konzern neue, auf US-Bedürfnisse zugeschnittene Fahrzeuge – das könnte auch die Einführung eines günstigeren kompakten SUV bedeuten.

Separat weist VW darauf hin, dass eine überarbeitete Version des ID. 4 künftig nach Nordamerika zurückkehren könnte; konkrete Termine oder Details wurden bislang jedoch nicht genannt.

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