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Vauxhall Insignia Facelift im Test

Weißes Auto fährt auf kurviger Landstraße bei sonnigem Wetter mit bewölktem Himmel.

Vertriebs-Aussendienstler Grossbritanniens, vereinigt euch!

Ganz genau: Hier geht’s um den frisch aufpolierten Vauxhall Insignia – Lutons D‑Segment‑Dauerläufer für die Autobahn.

Aussen-Update am Vauxhall Insignia

Du dehnst den Begriff „brandneu“ aber ganz schön, oder?

Stimmt schon. Wirklich brandneu ist er nicht – eher ein gründliches Update, damit der grosse Brocken technisch und optisch auf der Höhe bleibt.

Woran erkenne ich das überhaupt?

Vorn sitzt nun ein breiterer, tiefer positionierter Chromgrill, dazu kommen neu gezeichnete Scheinwerfer und überarbeitete Einsätze in der unteren Frontschürze. Hinten wirken die Rückleuchten schlanker und eleganter, ausserdem wurde die Chromspange am Heck versetzt. Ja, das sind alles eher kleine Retuschen – aber das Echo auf das Design des Insignia war bislang sehr positiv. Die Leitlinie lautet also: Wenn es funktioniert, verpasst man ihm eben noch etwas Hochglanz.

Cockpit, Displays und Infotainment

Was gibt es sonst noch?

Im Innenraum fällt die Veränderung deutlich grösser aus: Optional gibt es ein 8‑Zoll‑Kombiinstrument (8in / 20,3 cm), das aussen zwei analoge Rundinstrumente für Drehzahl und Tankinhalt zeigt und in der Mitte ein digitales Display ermöglicht. Dort lässt sich der Tacho analog oder digital darstellen – oder alternativ Navigation, Audio beziehungsweise Smartphone‑Funktionen einblenden. Das wirkt wirklich ausgesprochen hochwertig.

Ebenfalls empfehlenswert ist das neue 8‑Zoll‑Touchscreen‑Infotainmentsystem in der Mittelkonsole; es hebt die wahrgenommene Qualität spürbar und lässt den Innenraum insgesamt eine Klasse erwachsener erscheinen. Passend dazu gibt es aufgewertete Materialien am Armaturenbrett, ein Lenkrad mit neuer Optik und zusätzliche Leder-Optionen.

Fahrwerk: mehr Komfort für Business-Kunden

Bis jetzt höre ich: neue Scheinwerfer und ein paar neue Bildschirme. Da muss doch noch mehr sein.

Ja – und zwar aus gutem Grund. Satte 80 per cent aller Vauxhall Insignia gehen an Geschäftskunden. Vauxhall macht daraus kein Geheimnis und sieht genau diese Autobahn-Pendler, die ihren Kaffee an der Raststätte holen, als entscheidenden Faktor für den Verkaufserfolg. Entsprechend wurde das Fahrwerk gezielt komfortabler abgestimmt.

Es gibt neue Fahrwerksbuchsen, ausserdem wurden Dämpfer und Stabilisatoren neu abgestimmt, um NVH (Geräusche, Vibrationen, Härte) zu reduzieren. Hinzu kommt ein neuer Satz Querlenker, der den Abrollkomfort verbessern soll. Gleichzeitig wurde auch an diejenigen gedacht, die etwas engagierter fahren: Die elektronische Lenkung erhielt eine neu programmierte Kennlinie, die mehr Rückmeldung liefern soll.

Fahreindruck und Räderwahl

Und wie fährt er sich?

Vor allem: sehr … komfortabel. Die Lenkung wirkt spürbar besser, die neue Abstimmung liefert eine ordentliche, präzise Direktheit. Über Land lässt sich der Insignia durchaus zügig bewegen, auch wenn das hohe Gewicht naturgemäss die ganz grossen Ambitionen einbremst.

Die neuen Buchsen bringen tatsächlich ein kleines Plus an Komfort – das kann man sich allerdings auch schnell wieder zunichtemachen, wenn man die falschen Felgen wählt: 16s wirkten etwas hoppelig, 17s empfanden wir als zu straff, während die 18s ausgerechnet den besten Kompromiss boten. Fahrzeuge mit der adaptiven FlexRide‑Dämpfung konnten wir nicht fahren, vermuten aber, dass sich dieses Extra auf der Optionsliste lohnen könnte.

Motoren, CO2 und Restwert

Der neue 138bhp starke 2.0‑litre‑Diesel mit 99g/km CO2 passt perfekt zum klassischen Autobahn-Vertreterprofil. Im unteren wie auch oberen Drehzahlbereich war er akustisch etwas brummig, dafür aber mit kräftigem, teils sogar flottem Antritt.

Daneben gibt es eine 160bhp‑Variante dieses Motors sowie den neuen BiTurbo, der 0-62mph in 8.7 seconds schafft (entspricht 0–100 km/h) und dabei dennoch knapp über 60mpg erreicht (UK; umgerechnet etwa 4,7 l/100 km). Benziner sind ebenfalls im Programm – doch man wäre gut beraten, diese zu meiden, wenn der Restwert nicht leiden soll (der liegt nach drei years inzwischen rund £750 höher als zuvor).

Kaufentscheidung

Sollte ich mir einen kaufen?

Das hängt davon ab, ob du dein Frühstück an der Autobahn-Raststätte einnimmst oder gemütlich im Wohnzimmer. Spass beiseite: Der aktualisierte Insignia ist ein sehr rundes, sorgfältig veredeltes Auto – mit kleinen Momenten, die nach Premium greifen.

Das Fahrgefühl ist gut, auch wenn es nicht die Klassenreferenz ist; die bekannte Geschichte lautet, dass ein Mondeo minimal besser ist. Dafür liegt der Insignia über die gesamte Baureihe hinweg etwa £1500 günstiger als bisher. Ein Blick lohnt sich.

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