Der Porsche 911 zählt zu den bekanntesten Sportwagen überhaupt und steht bei Fahr-Enthusiasten seit Jahrzehnten ganz oben auf der Wunschliste. Gleichzeitig meinen einige, dass die jüngsten Generationen immer stärker von Technik geprägt sind – und damit ein Stück weit von der puristischen Fahrerfahrung abrücken.
Gerade Menschen, die das Fahren wirklich lieben, suchen oft nach einem möglichst analogen Gefühl am Steuer. Genau an diesem Punkt gewinnen Restomod-Projekte an Reiz. Ein aktuelles Beispiel ist das neue Vorhaben von Gunther Werks: der GWR auf Basis der 993-Generation, vorgestellt bei der jüngsten Ausgabe der Monterey Car Week.
Porsche 911 993 als Basis: Motor und Antrieb im Gunther Werks GWR
Im Mittelpunkt steht der klassische Sechszylinder-Boxer, hier jedoch deutlich weiterentwickelt: 4,0 l Hubraum, Saugmotor (ohne Turbos), 500 cv Leistung und 9000 rpm Drehzahlpotenzial. Dazu passt konsequenterweise nur ein manuelles Getriebe mit sechs Gängen, während die Kraft – wie es sich gehört – ausschließlich an die Hinterräder geht. Das Gesamtpaket bleibt dabei unter 1100 kg.
Leichtbau, Karosserie und Aerodynamik
Um dieses Gewicht zu erreichen, setzt Gunther auf eine Karosserie aus Carbon. Auch die Räder tragen ihren Teil bei: Die Felgen sind als einteilig geschmiedete Magnesiumräder ausgeführt. Optisch wird das Ganze durch eine stärker ausgeprägte ducktail ergänzt; zusätzlich kommen Luftauslässe in der vorderen Haube hinzu, die der Aerodynamik zugutekommen sollen.
Auf der moderneren Seite stehen neue LED-Leuchten inklusive integrierter Tagfahrlichter. Hinten zieht sich außerdem eine horizontale LED-Leiste über die gesamte Breite und betont die Heckpartie.
Fahrwerk-Updates und Radstand
Am Chassis wurde ebenfalls gearbeitet: Im Vergleich zum originalen 993 wächst der Radstand um rund 30 mm. Außerdem setzt die Vorderachse nun auf eine Doppelquerlenker-Konstruktion.
Ein perfektes Interieur?
Im Innenraum greift der GWR die bekannte Optik des Porsche 911 der 993-Ära auf – allerdings so, als wäre sie in die Zukunft gereist und wieder zurückgekehrt. Verbaut sind Renn-Schalensitze mit einer Basis aus Carbon, und das Lenkrad wirkt mit Alcantara-Bezug wie ein echtes Kunststück.
Neben dem augenscheinlich gelungenen Griffgefühl und der emotionalen Gestaltung erinnern die Drehregler an die Bedienlogik aktueller Modelle der Marke. Wie dort sind auch hier der Fahrmodus-Wahlschalter und weitere Funktionen integriert.
Viele Bauteile – etwa die Türverkleidungen oder das Armaturenbrett – bestehen ebenfalls aus Carbon. Trotzdem bleibt die Instrumentierung ihrer Herkunft treu: Die Anzeigen behalten die für diese Porsche-911-Generation typische analoge Gestaltung.
Es werden nur 40 gebaut
Zum Preis machte das US-Unternehmen keinerlei Angaben. Bei der Stückzahl ist Gunther Werks dagegen konkret: Von diesem neuen GWR sollen lediglich 40 Exemplare entstehen.
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