Nach dem Facelift des Golf GTI hat Volkswagen nun auch den überarbeiteten Golf GTI Clubsport präsentiert – und zwar im Vorfeld der 24 Stunden auf dem Nürburgring, bei denen die Marke mit einem besonders speziellen Fahrzeug antritt.
Dabei handelt es sich um einen einmaligen Golf GTI Clubsport 24h mit 348 PS, der mit der Startnummer 50 unterwegs sein wird, um das 50. Jubiläum des Volkswagen Golf zu markieren.
Abseits der Strecke richtet sich der Fokus allerdings auf den serienmässigen GTI Clubsport. Genau den haben wir Anfang dieses Monats auf dem Lausitzring in der Nähe von Berlin (Deutschland) genauer kennengelernt.
Was ändert sich am Volkswagen Golf GTI Clubsport?
Am deutlichsten fallen die Neuerungen an der Front aus, die komplett neu gestaltet wurde: Das Markenlogo ist nun beleuchtet und wird von einem LED-Lichtband begleitet, das die Identität dieses Modells zusätzlich betont.
Auch der vordere Luftdiffusor wurde ersetzt. Dazu kommen neue vordere Flaps, ein überarbeiteter Kühlergrill sowie Zier- und Rahmenpartien in Hochglanzschwarz.
In der Seitenansicht stechen vor allem die neuen Felgendesigns hervor. Besonders im Mittelpunkt steht ein 19-Zoll-Radsatz, den Volkswagen „Warmenau“ nennt und der sich an den Felgen des Golf GTI der fünften Generation orientiert.
Optional lässt sich der Golf GTI Clubsport zudem mit 19-Zoll-Schmiedefelgen ausrüsten, die nur 8 kg pro Rad auf die Waage bringen – wodurch die ungefederten Massen sinken.
Am Heck sind es die überarbeitete LED-Lichtsignatur und der Luftdiffusor, der jetzt in Hochglanzschwarz ausgeführt ist, die die Blicke auf sich ziehen. Wer möchte, kann ausserdem Akrapovic-Endrohre bestellen, die dem Gesamtpaket eine Extraportion Dramatik verleihen.
Innenraum: vertraut, aber modernisiert
Im Innenraum sind die Eingriffe überschaubar – Volkswagen setzt klar auf Weiterentwicklung statt radikalen Umbau. Unterm Strich bleibt das Grundlayout daher weitgehend unverändert.
Neu ist allerdings der 12,9-Zoll-Zentralbildschirm. Er bringt die aktuellste Generation des Volkswagen-Infotainments mit und behebt einige Kritikpunkte, die zuvor an diesem Modell geäussert wurden. Jetzt ist zudem auch eine ChatGPT-Integration an Bord.
Das entspricht den Anpassungen, die Volkswagen bereits bei den „normaleren“ Golf-Varianten umgesetzt hat. Eine Änderung sticht dabei besonders hervor: Die Touch-Slider unterhalb des Zentraldisplays sind nun hinterleuchtet. Danke, Volkswagen!
Zum neuen Bildschirm gesellt sich weiterhin ein volldigitales 10,2-Zoll-Kombiinstrument. Ebenfalls neu ist das Lenkrad mit physischen Tasten, die sich sehr angenehm bedienen lassen. Optional steht ausserdem ein Head-up-Display zur Verfügung.
Ebenfalls aufpreispflichtig sind sichtbare Carbon-Zierelemente im Innenraum, die hervorragend zu den typischen roten Akzenten passen, die man von Volkswagen-Modellen mit dem GTI-Kürzel kennt.
Beim Platzangebot hatte ich die Gelegenheit, auf der Rückbank des Golf GTI Clubsport Platz zu nehmen – und kann sagen, dass sich gegenüber dem bisherigen Modell nichts verändert hat.
Trotzdem bleibt Vielseitigkeit ein zentrales Thema bei diesem Hot Hatch: Der Kofferraum bietet weiterhin 370 Liter Ladevolumen, womit er sich problemlos auch für den Alltag einsetzen lässt.
Leistung ist nicht alles
Unter der Haube des neuen Volkswagen Golf GTI Clubsport arbeitet weiterhin der bekannte (und vielfach gelobte) EA888 evo4-Motor des Konzerns. Es ist ein 2,0-l-Reihenvierzylinder mit Turbolader – und entgegen mancher Erwartung bleibt es bei 300 PS und 400 Nm maximalem Drehmoment. Die Kraft geht ausschliesslich an die Vorderachse und wird über das bekannte 7-Gang-DSG übertragen.
Damit bleibt es bei den Leistungswerten, die der GTI Clubsport schon vor dem Update ausgewiesen hat – und dennoch ist er weiterhin der leistungsstärkste frontgetriebene Golf aller Zeiten. Zur Einordnung: Beim Golf GTI stieg die Leistung im Zuge der Überarbeitung von 245 PS auf 265 PS.
In der heutigen Zeit wirkt ein Update ohne Leistungsplus fast schon wie eine Meldung – gerade bei Modellen, bei denen Performance eine besonders grosse Rolle spielt.
Entscheidender als reine Spitzenleistung ist beim Clubsport jedoch das technische Gesamtpaket. Dazu gehören unter anderem die adaptive Fahrwerksregelung (optional) sowie die elektronisch geregelte Vorderachs-Differenzialsperre.
Ausserdem verfügt er weiterhin über eine Bremsanlage, die über der des normalen GTI liegt, und auch die Lenkungsabstimmung wurde nochmals überarbeitet. Ebenfalls geblieben ist der Fahrmodus „Special“, der gezielt auf die Anforderungen der Nürburgring-Nordschleife abgestimmt wurde.
Dieser Modus setzt darauf, die gesamte verfügbare Mechanik auszuspielen: So gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,6 s, und es sind 250 km/h möglich (mit dem Race-Paket steigt dieser Wert auf 267 km/h). Interessant ist dabei, dass die Abstimmung der Federung gleichzeitig etwas weicher ausfällt, um die Unebenheiten auf „The Ring“ besser wegzufiltern.
Was wird er kosten?
Der Preis für den neuen Volkswagen Golf GTI Clubsport in Portugal wurde noch nicht bekannt gegeben. Klar ist allerdings bereits, dass die ersten Fahrzeuge dort voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres eintreffen.
Zur Orientierung lohnt ein Blick auf den Vorgänger: Der bisherige GTI Clubsport startete in Portugal bei 61 167 Euro – entsprechend dürfte auch die überarbeitete Version in einer ähnlichen Region liegen.
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