Der Mercedes-Benz Group – mit den Bereichen Pkw, leichte Nutzfahrzeuge und Finanzdienstleistungen – hat ein besonders anspruchsvolles Jahr 2025 hinter sich, vor allem geprägt von einem komplexen geopolitischen Umfeld. In der Folge sanken die Konzernerlöse um 9,2% auf 132,2 Milliarden Euro.
Zum Vergleich – weil bei Milliardenbeträgen die Grössenordnung schnell abstrakt wird – lagen die Mercedes-Benz-Erlöse damit nahezu auf dem Niveau dessen, was der portugiesische Staat 2025 an Steuern, Beiträgen und sonstigen Einnahmen zu erzielen erwartet (133,761 Milliarden Euro, was einem Wachstum von 6,4% gegenüber 2024 entspricht).
Während der Umsatz rückläufig war, fiel der Ergebniseinbruch noch stärker aus: Das bereinigte operative Ergebnis ging um 39,9% auf 8,2 Milliarden Euro zurück, der Nettogewinn sank um 48,8% auf 5,331 Milliarden Euro. Das Unternehmen weist darauf hin, dass der Abbau von Lagerbeständen einen positiven Effekt auf die Zahlen hatte und damit einen Teil des Rückgangs abfedern konnte.
CEO Ola Källenius betonte, die Resultate hätten im Rahmen der Prognosen gelegen. Als entscheidend hob er den Fokus auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität hervor.
Weniger Autos verkauft
Auch in der Sparte Mercedes-Benz Cars gaben die Erlöse nach: Sie fielen um 10,5% auf 96,4 Milliarden Euro, nachdem 2024 noch 107,8 Milliarden Euro erreicht worden waren – ein Minus von rund 10 Milliarden Euro.
Der Absatz von Pkw verringerte sich um 9,2% auf 1,8 Millionen Einheiten. Die Kernsegmente – darunter Modelle wie E-Klasse und C-Klasse – verzeichneten dabei einen Rückgang um 10%. Dennoch stieg der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge (Hybrid, Plug-in-Hybrid und Elektro) leicht: von 368.000 Einheiten im Jahr 2024 auf 369.000 im Jahr 2025.
Innerhalb dieses Gesamtbilds entwickelten sich batterieelektrische Fahrzeuge allerdings schwächer: Deren Absatz sank um 8,8% auf 168.000 Einheiten – ein Hinweis auf eine spezifische Abschwächung in diesem Segment.
Finanziell zeigte die Pkw-Sparte ein stark kontrastreiches Bild. Das bereinigte operative Ergebnis lag bei 4,77 Milliarden Euro und damit deutlich unter den 8,67 Milliarden Euro des Vorjahres. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen vor allem externen und marktseitigen Druck sowie Gegenwind durch Wechselkurse, dazu einen geringeren Beitrag aus dem China-Geschäft und steigende Kosten in Forschung und Entwicklung (F&E).
Trotz dieser Belastungen konnte Mercedes-Benz einen Teil der negativen Effekte durch striktes Kostenmanagement und höhere operative Effizienz begrenzen. Entsprechend lag die bereinigte operative Marge bei 5%, nach 8,1% im Jahr 2024.
Und die Sparte für Nutzfahrzeuge?
Mercedes-Benz Vans beendete 2025 weiterhin mit einer soliden Profitabilität, wenn auch spürbar unter dem Niveau von 2024.
Die bereinigte operative Marge belief sich auf 10,2% – das sind 4,4 Prozentpunkte weniger als die 14,6% aus 2024. Gleichzeitig ist es das vierte Jahr in Folge mit einer zweistelligen Marge, was in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld als Zeichen von Widerstandsfähigkeit gewertet wird. Das bereinigte operative Ergebnis ging um 37,9% auf 1,755 Milliarden Euro zurück.
Der Absatz sank um 11,5% auf 359.136 Einheiten. Das wirkte sich direkt auf die Erlöse aus, die um 11,2% auf 17,148 Milliarden Euro zurückgingen.
Erwartungen für 2026
Für 2026 rechnet der Konzern mit Erlösen auf dem Niveau von 2025, also in der Nähe von 132,2 Milliarden Euro, erwartet jedoch eine deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses.
Im Pkw-Geschäft sollen die Verkäufe stabil bleiben; die bereinigte operative Marge wird zwischen 3% und 5% veranschlagt. Bei den leichten Nutzfahrzeugen wird ein leicht höherer Absatz erwartet, bei einer Marge von 8% bis 10%.
„Wir sind bereit für 2026: Die Einführung von mehr als 40 neuen Modellen in nur drei Jahren läuft in einem noch höheren Tempo weiter. Die starke Nachfrage nach unseren neuen CLA, GLC und der S-Klasse zeigt, dass unsere Kunden von den neuen Modellen begeistert sind. Wir treiben einen klaren strategischen Plan und ein hoch wettbewerbsfähiges Produktportfolio voran“, schloss der CEO.
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