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Elon Musk räumt ein: Tesla mit Hardware 3 bleibt ohne echtes autonomes Fahren ohne Überwachung

Weißes Tesla Model 3 Elektroauto in minimalistischer Ausstellung mit Spiegelboden und moderner Beleuchtung.

Elon Musk räumt nun ein, dass Tesla-Fahrzeuge mit Hardware 3 mit echtem autonomen Fahren ohne Überwachung nicht kompatibel sein werden.

Aktuell verlangt Teslas Autonomie-Funktion, die unter dem Namen „Vollständiges autonomes Fahren (überwacht)“ läuft, weiterhin die Aufmerksamkeit eines menschlichen Fahrers. Dieser muss jederzeit bereit sein, in bestimmten Situationen einzugreifen. Parallel arbeitet der Hersteller jedoch an einer Variante des autonomen Fahrens, die keine solche Aufsicht mehr benötigt. Wenn diese echte, unbeaufsichtigte Funktion eines Tages verfügbar ist, werden allerdings Millionen Tesla eine Hardware-Nachrüstung benötigen, um autonomes Fahren ohne Überwachung überhaupt unterstützen zu können.

Bekannt wurde das durch Elon Musk während der üblichen Telefonkonferenz am Rande der Vorstellung der Tesla-Finanzergebnisse. „Ich wünschte, es wäre anders“, sagte der Milliardär und kündigte an, dass Fahrzeuge mit dem Hardware-3-Computer unbeaufsichtigtes autonomes Fahren nicht leisten können. „Zu einem Zeitpunkt sind wir tatsächlich davon ausgegangen, dass es so sein würde, aber im Vergleich zu Hardware 4 hat es (Anm. d. Red.: Hardware 3) nur ein Achtel der Speicherbandbreite. Die Speicherbandbreite ist jedoch einer der entscheidenden Bausteine für vollständig autonomes Fahren ohne Überwachung. Das ist schlicht ein unverzichtbarer Bestandteil für künstliche Intelligenz im Allgemeinen“, erläuterte er.

Dabei hatte Tesla im Oktober noch die Möglichkeit in Aussicht gestellt, dass unbeaufsichtigtes autonomes Fahren auch auf Teslas mit Hardware 3 kommen könnte. Vaibhav Taneja, Teslas Finanzvorstand, sagte damals, es gebe noch Hoffnung – inzwischen gilt die Entscheidung jedoch als endgültig.

Tesla erwägt Mikro-Fabriken, um die Umrüstung zu bewältigen

Um Fahrzeuge mit Hardware 3 aufzurüsten, denkt Tesla darüber nach, in Städten Mikro-Fabriken aufzubauen. „Es wird für uns sinnvoll sein, alle Fahrzeuge vom Typ Hardware 3 in Fahrzeuge vom Typ Hardware 4 umzurüsten, weil sie damit Teil der Robotaxi-Flotte werden und von einem vollständig autonomen Fahren (FSD) ohne Überwachung profitieren können“, so Musk.

Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der Teslas überwachtes autonomes Fahren gerade seine ersten Schritte in Europa macht. Zur Erinnerung: „Vollständiges autonomes Fahren (überwacht)“ wurde letztlich in den Niederlanden genehmigt, was den Start in weiteren Ländern der Europäischen Union erleichtert.

Unsere Einschätzung

Autonomes Fahren ist inzwischen eine der tragenden Säulen für Teslas künftiges Wachstum. Dass zahlreiche Fahrzeuge nicht mit echtem autonomen Fahren kompatibel sein werden, könnte daher spürbare Folgen für die Einführung dieser Technologie haben – sobald sie verfügbar ist.

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