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Stellantis präsentiert „Dare Forward 2030“: 75 neue Elektro-Modelle bis 2030

Blaues Elektroauto lädt an Ladestation in modernem Raum mit Panoramafenstern und Stadtblick.

Stellantis hat heute im Rahmen einer Online-Konferenz, an der auch Razão Automóvel teilnahm, den Plan „Dare Forward 2030“ vorgestellt. Darin legt der Konzern seine Geschäftsstrategie bis zum Ende dieses Jahrzehnts, also bis 2030, fest.

Wie zu erwarten, zählt die fortschreitende Elektrifizierung der 14 Marken zu den zentralen Säulen des Programms. In diesem Zusammenhang kündigte Stellantis an, in den kommenden acht Jahren 75 neue Modelle auf den Markt zu bringen, die zu 100% elektrisch sind.

Ziel ist es, dass bis zum Ende des Jahrzehnts 100% der Verkäufe in Europa und 50% der Verkäufe in den USA auf batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) entfallen. Damit verbunden sind Verkäufe in einer Größenordnung von fünf Millionen Elektrofahrzeugen pro Jahr.

Fokus auf die USA

Eines der ersten neuen, rein elektrischen Modelle, die wir kennenlernen werden, ist zugleich der erste Jeep, der ausschließlich mit Strom fährt. Der Marktstart ist für die erste Jahreshälfte 2023 vorgesehen. Obwohl Stellantis ihn in zwei Bildern vorab gezeigt hat (die oben zu sehen sind), sind die Informationen zu diesem Modell bislang spärlich.

Danach folgen noch 2023 der Ram ProMaster BEV (der „bei uns“ bekannte Fiat Ducato in den USA) sowie 2024 der Ram 1500, der als erste elektrische Pick-up der Stellantis-Gruppe antritt.

Stellantis bereitet sich zudem darauf vor, in den USA bis 2025 mehr als 25 Elektro-Modelle einzuführen. Diese verteilen sich auf Dodge, Ram, Jeep und auch Chrysler - wobei Chrysler sein erstes Elektroauto im Jahr 2025 erhalten soll.

Premium als Schwerpunkt

Laut dem Plan „Dare Forward 2030“ werden ab 2024 alle Neuheiten von Maserati ausschließlich als Elektro-Modelle erscheinen. Für die Premium-Marken des Konzerns - Alfa Romeo, DS Automobiles und Lancia - soll derselbe Schritt 2025 erfolgen, während die übrigen Marken der Gruppe in Europa 2026 nachziehen.

Im Zusammenhang mit den Luxus- und Premium-Marken von Stellantis lautet die Vorgabe außerdem, die Erlöse aus dem Automobilverkauf dieser Marken zu vervierfachen und sicherzustellen, dass sie im Jahr 2030 vollständig elektrisch sind.

Technologie im Mittelpunkt

„Dare Forward 2030“ beschränkt sich nicht auf neue Modellreihen: Stellantis definiert neben der Kundenzufriedenheit auch Technologie als strategischen Kern. Ein Beispiel ist der „Stellantis Corporate Venture Fund“ (Investmentfonds), der mit einer Anfangsfinanzierung von 300 Millionen Euro ausgestattet wird, um die Einführung fortschrittlicher Technologien zu unterstützen.

Der Automobilkonzern bekräftigte außerdem erneut die Zusagen, die bereits bei den Veranstaltungen EV Day und Software Day genannt wurden. Dazu zählen der geplante Ausbau der installierten Batteriezell-Produktion von 140 GWh auf ungefähr 400 GWh - mit Unterstützung von Mercedes-Benz -, die Ausweitung der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie auf große Transporter im Jahr 2024 sowie die Einführung von Akademien für Software, Daten und Elektrifizierung, um den laufenden Wandel zu begleiten.

All diese Maßnahmen sollen bis 2030 zu einer Reduktion der CO₂-Emissionen um 50% beitragen - als Zwischenetappe auf dem Weg zur CO₂-Neutralität bis 2038.

Abschließend verfolgt Stellantis im finanziellen Bereich das Ziel, die Nettoerlöse bis 2030 auf 300 Milliarden Euro zu verdoppeln und dabei über die gesamte Laufzeit des Plans eine operative Marge im zweistelligen Bereich zu halten.


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