Stellantis hat im ersten Quartal 2026 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Um den Wachstumspfad fortzusetzen, braucht der Konzern jedoch vor allem eines: mehr Produkte. Wie viele genau? Der Industriegigant teilte heute mit, bis zum Ende dieses Jahrzehnts insgesamt 110 Neuheiten zu bringen – eine Mischung aus komplett neuen Modellen und umfassend erneuerten Baureihen.
Diese Modelloffensive ist ein zentraler Baustein des Plans FaSTLAne 2030, den Stellantis heute in Auburn Hills im US-Bundesstaat Michigan beim Stellantis Investors Day vorgestellt hat. Die angekündigte Investitionssumme fällt entsprechend gewaltig aus: 60 Milliarden Euro, um Prioritäten neu zu setzen, die Markenportfolios gezielter auszurichten und die Entwicklung zu beschleunigen.
Für den Zeitraum 2026 bis 2030 rechnet die Gruppe mit mehr als 60 völlig neuen Modellen und mit weiteren 50 Baureihen, die deutlich überarbeitet werden. Damit entsteht ein besonders dichter Produktzyklus, der sich über alle 14 Marken des Konzerns erstreckt.
Elektrifizierung und Plattformstrategie bei Stellantis
Wie zu erwarten, bleibt die Elektrifizierung der Kern der Strategie: Geplant sind 29 Elektrofahrzeuge, 15 Plug-in-Hybride oder Modelle mit Reichweitenverlängerer, 24 klassische Vollhybride sowie 39 Fahrzeuge mit Mild-Hybrid-Technologie.
Technisch stützt Stellantis diese Offensive auf die stärkere Bündelung modularer globaler Plattformen und auf weniger industrielle Komplexität. Bis 2030 soll rund die Hälfte der Produktion auf nur drei weltweiten Plattformen basieren – mit besonderem Fokus auf die neue STLA One.
Größter Neuheiten-Schub für Europa
Allein für Europa kündigte Stellantis bis 2030 insgesamt 50 Modelle an: 25 komplett neue Fahrzeuge und weitere 25, die als substanzielle Updates bereits erhältlicher Produkte eingeplant sind.
In den Segmenten A und B sind 23 Markteinführungen vorgesehen – 12 neue Modelle und 11 Erneuerungen – verteilt auf Citroën, FIAT, Jeep, Opel und Peugeot.
Im Segment C plant Stellantis über Alfa Romeo, Citroën, DS Automobiles, FIAT, Jeep, Lancia, Opel und Peugeot hinweg 20 Modelle. Davon entfallen 11 auf vollständig neue Fahrzeuge, während neun als überarbeitete Angebote vorgesehen sind.
Neuheiten nach Marke
Beim Blick auf die einzelnen Marken liegt Peugeot bei den neuen Modellen vorn: Sieben neue Baureihen sind geplant, vier davon auf Basis der neuen Plattform STLA One. Als erstes soll die nächste Generation des Peugeot 208 kommen.
Auch FIAT – neben Jeep, Peugeot und RAM eine der vier tragenden Marken der neuen Stellantis-Strategie – steht vor besonders arbeitsreichen Jahren. Im Plan stehen fünf vollständig neue Modelle.
Eines davon ist Teil des kürzlich angekündigten E-Car-Projekts. Ein weiteres ergänzt den Topolino im Bereich urbaner Mobilitätslösungen. Darüber hinaus ist der neue Grizzly vorgesehen, ein SUV, das oberhalb des Grande Panda positioniert wird.
Bei Opel wird mit vier neuen Modellen gerechnet, zwei davon ebenfalls auf der STLA One. Für Citroën sind drei neue Produkte angekündigt; eines davon soll ein neuer 2CV sein.
Kürzere Entwicklungszeiten als Teil des Plans FaSTLAne 2030
Zum Schluss bereitet Alfa Romeo zwei Neuheiten vor: ein C-SUV sowie ein exklusiveres Modell aus der Individualisierungsabteilung Bottegafuoriserie – ein Projekt aus Arese, das gemeinsam mit Maserati umgesetzt wird.
All diese Anläufe stehen zudem für Stellantis’ Ziel, die Entwicklungszeit neuer Modelle von rund vier Jahren auf etwa 24 Monate zu verkürzen – angelehnt an das Tempo der chinesischen Automobilindustrie.
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