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NIO Firefly und Alps: Batteriewechsel, Preise unter 27.000 Euro und Neuheiten in Shanghai

Weißes Elektroauto an Ladestation in modernem Showroom mit Straßenblick im Hintergrund.

Firefly und Alps: neue NIO-Submarken für Europa

Aktuell tragen diese beiden Marken noch reine „Codenamen“: Alps und Firefly. An den ersten Modellen der Alps wird bereits gearbeitet, die ersten Auslieferungen sind für 2024 geplant. Für den europäischen Markt gilt jedoch vor allem Firefly als die spannendere Neuheit.

Auch wenn der endgültige Markenname noch nicht bestätigt ist, soll das erste Firefly-Modell - ein reines Elektroauto - kompakter ausfallen als jedes andere Fahrzeug dieses Konzerns. In Europa könnten die Preise dieses Modells unter 27.000 Euro liegen.

Produktion in China und gemeinsame Komponenten

Trotz der klaren Ausrichtung auf den „alten Kontinent“ wird weiterhin in China produziert - gemeinsam mit den Modellen der zweiten Submarke Alps. Entsprechend deutet vieles darauf hin, dass sich beide Baureihen zahlreiche Bauteile teilen, darunter die Elektrosysteme sowie Batterien mit Wechsel-Technologie.

Zielsegmente: Tesla Model 3/Model Y und Volkswagen ID.2

Mit Blick auf das Segment ist leicht zu erwarten, dass sowohl Alps als auch Firefly Modelle wie das Tesla Model 3 und das Model Y ins Visier nehmen könnten - als „Ziele, die es zu schlagen gilt“. Der erste große Wurf von Firefly dürfte jedoch stärker in Richtung des künftigen Volkswagen ID.2-Segments gehen.

Technologie zum Batteriewechsel

NIO ermöglicht den Batterietausch bereits an speziellen Stationen, für Modelle mit gemieteten Batterien. An diesen Stationen, die in Europa schon in Betrieb sind, können Fahrerinnen und Fahrer einen leeren Akku innerhalb von fünf Minuten gegen einen vollen tauschen. Bei der bereits vorgestellten dritten Generation dieser Stationen soll sich die Zeit auf drei Minuten verkürzen.

Weltweit gibt es mehr als 1.200 Stationen; angekündigt ist ein Ausbau auf 4.000 bis 2025 (davon 1.000 in Europa). In Europa existieren derzeit 11, und bis zum Ende dieses Jahres sind 100 versprochen.

Die aktuellen NIO-Tauschstationen sind auf Fahrzeuge mit einem Radstand ausgelegt, der mindestens dem des ET5 entspricht (2,888 m) - dem kleinsten NIO-Modell, das derzeit verkauft wird.

Beim Firefly-Projekt sollen die kompakteren Modelle voraussichtlich eine neue Plattform erforderlich machen. Das könnte entweder Anpassungen an bestehenden Stationen nach sich ziehen oder sogar eine neue Stationsgeneration, die gezielt auf diese neue Marke zugeschnitten ist.

NIO-Neuheiten auf dem Automobilsalon Shanghai

Mit der Eröffnung des Automobilsalons in Shanghai durfte eine „Heim“-Marke nicht fehlen und trat mit mehreren Neuigkeiten auf.

Gezeigt wurde die überarbeitete Version des Flaggschiffs ET7, außerdem der SUV ES6, der in Europa unter dem Namen EL6 angeboten werden soll.

Der neue EL6 mit sichtbar luxuriöserem Auftritt soll für NIO in Europa zu den wichtigsten Modellen zählen. Er ergänzt den ET7, der bereits in Märkten wie Norwegen, Deutschland oder den Niederlanden verfügbar ist. Der EL6 nutzt bereits die neue Plattform NT2.0 - dieselbe wie beim ET7 - und wird mit Batterien mit 75 kWh oder 100 kWh angeboten. Die maximale Reichweite liegt bei über 600 km (NEDC), wobei der Wert im realen Betrieb voraussichtlich niedriger ausfällt.

Für später ist zudem eine weitere Neuheit geplant, die noch stärker auf Europa zielt - und eine Form aufgreift, die hier weiterhin geschätzt wird: eine Kombi-Version des NIO ET5. Kompaktere Modelle werden dabei nicht das NIO-Logo tragen, sondern das von Firefly - genau dafür ist diese neue Submarke vorgesehen.

Quellen: Auto Express, Autocar, CNEVPost

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