Überblick: Was ist neu am Toyota Yaris?
Der Puls darf wieder runterkommen: Hier steht der frisch überarbeitete Toyota Yaris. Im Zuge der Modellpflege bekommt er eine neue Front, die deutlich an den neuen Aygo erinnert, dazu einen aufgewerteten Innenraum und einige technische Überarbeitungen. Neu im Programm ist ausserdem eine Hybrid-Variante.
Toyota und Hybrid: Einordnung in die Modellpalette
Dass Toyota stark auf Hybridtechnik setzt, überrascht nicht. Der Yaris Hybrid positioniert sich unter den ebenfalls „grünen“ Schwestermodellen Auris und Prius. Zwar gibt es auch einen 1,4-Liter D-4D-Diesel, doch Toyota GB geht davon aus, dass das eher ein Nischenmodell bleibt. Das Ziel: Bis 2020 sollen in Grossbritannien 50 Prozent aller verkauften Yaris als Hybrid vom Hof rollen.
Motorenangebot und Toyota Yaris Hybrid im Detail
Neben dem Hybrid stehen weitere Motoren zur Wahl: ein überarbeiteter 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 99 g/km CO2 sowie wie bisher ein 1,33-Liter-Vierzylinder-Benziner. Gerade der 1,0-Liter wirkt attraktiv – allerdings mit einer Beschleunigung, bei der man fast befürchtet, von Kindern auf Rollern überholt zu werden.
Hybrid-Antrieb, Ausstattungslinien und Werte
Der Toyota Yaris Hybrid wird in zwei Ausstattungslinien angeboten: als ‘Icon’ (so wie hier gefahren) oder als edlerer ‘Excel’. Technisch kombiniert er einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner im Atkinson-Zyklus mit einem Elektromotor. An diesem Antrieb wurde dezent nachgeschärft, sodass er nun nur noch 75 g/km CO2 ausstösst. Damit ist er sowohl von der Londoner Congestion Charge als auch von der jährlichen Kfz-Steuer befreit.
Rein elektrisch kann der Yaris bei niedrigen Geschwindigkeiten fahren, im Alltag läuft er jedoch die meiste Zeit im Hybridbetrieb und greift überwiegend auf den Verbrenner zurück. Zusammen leisten die beiden Motoren 98 bhp und liefern 125 lb ft (ca. 169 Nm) – was auch erklärt, warum der Sprint von 0–62 mph in 11.8 Sekunden erledigt ist.
Fahreindruck: Stadt, Landstrasse und Tempo
In der Stadt macht der Yaris eine ordentliche Figur, und bei Reisetempo ist er ebenfalls in Ordnung. Der Wechsel zwischen EV-Betrieb und Hybridmodus gelingt sehr geschmeidig. Bei passender Fahrweise wirkt das Auto bei Wind-, Reifen- und Motorgeräuschen erstaunlich kultiviert.
Toyota hat für die Überarbeitung die Karosserie mit 36 zusätzlichen Punktschweissungen versteift, hinten einen steiferen Torsionsbalken verbaut und Dämpfer sowie Federn neu abgestimmt, um den Charakter beim Fahren zu verbessern. Das zeigt Wirkung: Der Yaris lenkt sauber ein und bleibt ordentlich kontrollierbar – auch wenn kaum jemand, der ihn kauft, ihn wohl engagiert in Kurven werfen wird.
Sobald man das Tempo zügig erhöhen will, wirkt er allerdings träge und dabei auch laut. Verantwortlich ist unter anderem das e-CVT-Getriebe. Ausserdem kamen wir nicht annähernd an den offiziellen kombinierten Verbrauchswert von 85.6 mpg (entspricht ca. 3,3 l/100 km) heran. Die Federung zeigte zudem eine spürbar harte Kante, was für britische Strassen nichts Gutes verheisst.
Design, Innenraum und Bedienung
Optisch frischt Toyota den Yaris mit einem ‘X’-geprägten Gesicht auf, wie man es vom markanten neuen Aygo kennt. Innen lautet das (mit Bindestrich) wichtige Stichwort „soft-touch“. Für ein Facelift ungewöhnlich: Auch die Armaturenbrett-Architektur wurde neu gestaltet. Insgesamt wirkt das Cockpit klar verbessert, auch wenn es ihm an echter optischer Raffinesse fehlt.
Ausstattung und Preise
Der Hybrid Icon startet bei £16,195. Dafür gibt es 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, Klimaanlage, den Toyota Touch 2 Sieben-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole, eine Rückfahrkamera und weitere Kleinigkeiten.
Der besser ausgestattete ‘Excel’ legt nach: Die Felgen wachsen um einen Zoll, dazu kommen Tempomat und Teil-Leder-Ausstattung, ausserdem sind rund ums Auto LED-Leuchten verbaut.
Empfehlung
Wer besonders auf Umweltaspekte achtet und unbedingt einen kleinen Hybrid fahren möchte, kann den Yaris Hybrid guten Gewissens wählen. Wer hingegen einen ansprechenderen Antrieb sucht, sollte besser zum 1,0-Liter-Dreizylinder-Yaris greifen.
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