Ein V10 als „Zeitmaschine“ vor dem Elektro-Zeitalter
Wenn 2028 das erste vollständig elektrische Modell von Lamborghini auf den Markt kommen soll, wirkt ein Huracán EVO Spyder mit frei saugendem V10 und 640 cv zunehmend wie eine Zeitkapsel.
Er steht für Super-Sportwagen in Reinform: genau die richtige Mischung aus Drama, Aggressivität und Präsenz auf der Straße, die man von einem Modell mit dieser DNA erwartet. Gleichzeitig erinnert er daran, dass diese Art von Antrieb bald verschwinden wird.
Bis es so weit ist, bleibt der Zehnzylinder im Lamborghini Huracán EVO Spyder aber „Musik“ für die Ohren jedes petrolhead. Und im neuesten Video von Razão Automóvel:
Technik und Fahrleistungen des Lamborghini Huracán EVO Spyder
Der Lamborghini Huracán EVO Spyder kam 2019 auf den Markt – und brachte dabei eine ganze Reihe von … Weiterentwicklungen für den Huracán mit.
Angetrieben wird er, wie bereits erwähnt, von einem frei saugenden V10 mit 5,2 l Hubraum. Er leistet 640 cv bei 8000 rpm und stellt 600 Nm bei 6500 rpm bereit – damit erreicht er die Werte des früheren Performante.
Diese Kennzahlen gelangen über ein 7-Gang-Doppelkupplungsautomatikgetriebe an alle vier Räder. So sprintet der Lamborghini Huracán EVO Spyder in 3,1s von 0 auf 100 km/h und in nur 9,3s von 0 auf 200 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 325 km/h.
Spyder-Mehrgewicht und Bremsen
Die Zahlen beeindrucken nicht zuletzt deshalb, weil es sich hier um die Spyder-Version des Huracán EVO handelt, die rund 100 kg mehr wiegt als das entsprechende Coupé. Um diese Wucht wieder einzufangen, sind zudem Carbon-Keramik-Bremsen an Bord.
Aerodynamik und LDVI: noch mehr Präzision
Im Vergleich zum „konventionellen“ Huracán Spyder setzt sich die EVO-Variante außerdem mit einem neu gestalteten Heckstoßfänger, neuen 20"-Felgen und einer optimierten Aerodynamik ab – für ein nochmals „fein abgestimmtes“ Fahrverhalten.
Dazu trägt auch bei, dass dieser Huracán EVO das System Lamborghini Dinamica Veicolo Integrata (LDVI) nutzt. Es verknüpft die Hinterachslenkung mit der Stabilitätskontrolle und dem Torque-Vectoring-System, um die Dynamik weiter zu steigern.
Preis in Portugal und Vergleich mit Spanien
Ein Auto mit solchen Superlativen hat zwangsläufig auch einen superlativen Preis. In Portugal liegt der Lamborghini Huracán EVO Spyder, den Diogo in diesem Video getestet hat, bei 404 000 euros - bei einem Basispreis, der knapp über 328 mil euros beginnt, entfallen rund 75 mil euros auf Extras(!).
Supercar-würdig, oder? Trotzdem ist das nicht nur der Preis für ein „Stück Automobilgeschichte“, sondern auch ein Spiegel der nationalen Besteuerung.
Im Nachbarland Spanien startet der Preis für einen Huracán EVO Spyder knapp unter 275 mil euros – fast 55 mil euros weniger als in Portugal.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Kommentar hinterlassen